Geschichte erlebbar machen: Besondere Fahrt für Jugendliche

Nachricht Kirchenkreis, 23. September 2026
Eine Station der Fahrt ist das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die Gedenkstätte ist ein bleibendes Mahnmal dafür, wie Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit unsere Demokratie und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden können. Foto: Pixabay

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Die Kirchengemeinde An der Oste lädt Jugendliche ab 14 Jahren aus dem gesamten Kirchenkreis zu einer Gedenkstättenfahrt auf den Spuren der Holocaust-Überlebenden Ruth Elias ein. Begleitet und organisiert wird die Reise von Jugenddiakonin Ruth Wiarda. Vom 1. bis 7. November 2026 führt die Fahrt nach Prag, Theresienstadt, Krakau und zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Auseinandersetzung mit der Geschichte

Im Mittelpunkt steht die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Verfolgung jüdischer Menschen. Dabei geht es nicht allein darum, historische Ereignisse aus Büchern kennenzulernen. An den Orten des Geschehens soll Geschichte unmittelbar erfahrbar werden. Gespräche, gemeinsame Reflexion und die Begegnung mit den Gedenkstätten eröffnen Zugänge zu einer Vergangenheit, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.

Verfolgt, entrechtet und ermordet

Die Lebensgeschichte von Ruth Elias erinnert an die individuellen Schicksale hinter den historischen Zahlen und Fakten. Sie steht beispielhaft für das Schicksal vieler Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden – aber auch für die Bedeutung des Erinnerns und Erzählens.

Friedliches und respektvolles Miteinander

Gedenkstättenfahrten leisten einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Sie fördern die Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Ausgrenzung und Antisemitismus und ermutigen junge Menschen, Verantwortung für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben zu übernehmen. Damit stehen sie zugleich im Einklang mit dem Bildungsauftrag der Schulen.

Schulen nehmen Fahrten positiv auf

Die Fahrt liegt außerhalb der Schulferien, da aus organisatorischen Gründen kein anderer Termin gefunden werden konnte. Für die Teilnahme können Freistellungsschreiben für die Schulen ausgestellt werden. Erfahrungsgemäß werden solche Fahrten als Bildungsangebote von den Schulen positiv aufgenommen.

Noch sind ein paar Plätze frei

Für die Reise sind noch Plätze frei. Der Teilnahmebeitrag beträgt 250 Euro. Die Route führt von Prag über Theresienstadt und Krakau zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Anmeldungen nimmt Jugenddiakonin Ruth Wiarda unter der Telefonnummer 0170 6040175 entgegen. Auch das Pfarrbüro der Kirchengemeinde An der Oste ist unter 04771 2419 erreichbar.