Cuxhaven: "wellcome" steht für christliches Miteinander

Nachricht Cuxhaven, 14. Februar 2026

Unterstützung im ersten Jahr nach der Geburt: Das bundesweite Projekt „wellcome“ ist jetzt auch in Cuxhaven angekommen. Im Bürgerbahnhof „Lokschuppen“ stellte die Diakonie Cuxland im Februar 2026 den neuen Standort vor – begleitet von zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik und dem sozialen Netzwerk der Region.

Idee gelebter Nachbarschaftshilfe im Mittelpunkt

Geschäftsführerin Michaela Wachsmuth begrüßte unter anderem Superintendentin Kerstin Tiemann, die "wellcome"-Bundesgeschäftsführerin Ilsabe von Campenhausen sowie den niedersächsischen Sozialminister Dr. Andreas Philippi, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Für die musikalische Note sorgten Saxophonklänge, im Mittelpunkt aber stand die Idee gelebter Nachbarschaftshilfe.

Eltern den Rücken stärken, ehe Überforderung entsteht

"wellcome"vermittelt Ehrenamtliche an Familien mit Neugeborenen. Sie springen dort ein, wo im Alltag Entlastung gebraucht wird – ganz praktisch und unbürokratisch. Ziel ist es, Eltern den Rücken zu stärken, bevor Überforderung entsteht.

Minister Philippi betonte in seinem Grußwort die gemeinsame Verantwortung für das Wohlergehen junger Familien. Eltern müssten sich in einer neuen Lebensphase orientieren, sagte er – und Politik habe den Auftrag, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Unterstützung in den ersten Monaten sei keine private Nebensache, sondern entspreche dem gesellschaftlichen Auftrag, sagte der Gast aus Hannover. Familien zu fördern und zu schützen. Angebote wie "wellcome" wirkten niedrigschwellig, aber nachhaltig. Sie stünden für Solidarität und stärkten damit auch demokratische Strukturen. 

"Christlicher Glaube zeigt sich im verlässlichen Dasein füreinander"

Superintendentin Kerstin Tiemann stellte den kirchlichen Auftrag in den Mittelpunkt. Der biblische Zuspruch „Ich bin bei euch alle Tage“ werde durch Projekte wie wellcome konkret, sagte sie. Christlicher Glaube zeige sich im verlässlichen Dasein füreinander. Familien bräuchten gerade in den ersten Monaten Gemeinschaft und praktische Hilfe. Ihr Dank galt der bundesweiten Organisation für das bewährte Konzept ebenso wie der Diakonie Cuxland für die Initiative am Standort Cuxhaven.

Ilsabe von Campenhausen hob – auch in Gegenwart von Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Sanjer und Oliver Lottke, Mitglied des Niedersächsischen Landtags sowie Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellungher – deutlich hervor, dass sich die Zukunft der Gesellschaft in den Familien entscheide. Viele Eltern stünden heute unter großem Druck, "wellcome" setze genau dort an: Ehrenamtliche mit Herz entlasteten im Alltag, vermittelten Sicherheit und stärkten Eltern in ihrer Rolle. Das Angebot verstehe sich als Beitrag zu einer Kultur der Ermutigung.

Eine erste Mutter ist bereits ehrenamtlich dabei

Die Koordination in Cuxhaven übernimmt Carmen Ewen. Schon jetzt begleitet das Team eine erste Mutter. Die Rückmeldungen seien ermutigend: Der Austausch tue gut, und anfängliche Bedenken gegenüber einer fremden Person in den eigenen vier Wänden legten sich schnell, berichtet Ewen. Für die Ehrenamtlichen sei es ein besonderer Moment, wenn ein Kind Vertrauen fasse und sich die Familie sichtbar entlaste.
Der neue Standort versteht sich als Teil eines wachsenden Netzwerks aus Frühen Hilfen, Hebammen und Beratungsstellen in der Region. Weitere Ehrenamtliche, die Familien im ersten Jahr nach der Geburt begleiten möchten, sind willkommen.

  • Weitere Infos und Kontakt:
    Carmen Ewen, "wellcome" Cuxhaven
    Diakonie Cuxland l Segelckestr. 45-47, 27472 Cuxhaven
    Tel: 04721 5604 13
    E-Mail: cuxhaven@wellcome-online.de
    www.wellcome-online.de