Ausstellung geplant: Wenn Kinder Kirchen zum Leuchten bringen

Nachricht Cadenberge, 09. Juli 2026

„Ein sehr schönes Bild. Es strahlt und macht Freude.“ Über diese Rückmeldung einer Kirchenbesucherin in St. Nicolai Cadenberge freut sich Diakonin Imme Koch-Seydell sehr: Ihr Projekt „Mehr Licht in unseren Kirchen“ ist nicht unbemerkt geblieben.

Vier Grundschulen haben sich beteiligt

Rund 150 Kinder aus vier Grundschulen der Gesamtkirchengemeinde Am Dobrock haben vor den Ferien fantasievolle Motive gestaltet, die nun in den Gotteshäusern und an den Predigtstätten für mehr Helligkeit, Farbe und Freundlichkeit sorgen.

Was großflächig und bunt am Altar von St. Nicolai Cadenberge hängt und die Besucherin zu ihrem Eintrag in das ausgelegte Heft bewegt hat, zeigt eine Sonne mit glitzerndem Kreuz – kraftvoll und leuchtend. Darunter die Erde in sattem Rot, scheinbar bewegt. Imme Koch-Seydell schaut immer wieder hin.

"Ich bin das Licht der Welt..."

Wie alle anderen Arbeiten nimmt auch dieses Bild seinen Ausgang bei Jesu Wort aus dem Johannesevangelium: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Mit ihrer Idee setzte Imme Koch-Seydell bewusst auf die Kreativität der Kinder und auf einen Zugang, der offen und unkompliziert ist. Ob in Cadenberge, in der Wingst, in Oberndorf oder in Neuhaus - die Schulen hätten sich darüber gefreut, dass Kirche auf sie zugekommen sei.

Die Kunstwerke bleiben erst einmal hängen

Noch bis zum Jahresende sind die farbigen Arbeiten nicht nur in den acht Kirchen der Gesamtkirchengemeinde zu sehen, sondern auch im Bugenhagenhaus in Westerham und im St. Michaelishaus in Dobrock. So begegnet das Thema den Menschen immer wieder neu - im Vorübergehen, im Verweilen, im stillen Staunen. Auch die Pastorinnen und Pastoren tragen die Aktion mit. „Die sind begeistert“, sagt Imme Koch-Seydell.

Miteinander ins Gespräch kommen

Zum Abschluss des Projekts sollen Anfang kommenden Jahres alle Werke in St. Nicolai zu einer großen Gemeinschaftsschau zusammengeführt werden. Dort lässt sich noch einmal die ganze Vielfalt dieser Kinderkunst entdecken: ihre Farben, ihre Ausstrahlung, ihre jeweils eigene Sicht auf das Licht. Zugleich soll Raum für Begegnung und Gespräch entstehen.

"Kirche, die offen ist für Veränderungen"

„Diese Zusammenarbeit hat auch etwas Zukunftsweisendes“, sagt die Diakonin. Sie spricht von der Vielfalt der Ergebnisse, vom Dialog der Generationen und von der Hoffnung, Kinder, Eltern und Lehrkräfte dauerhaft für eine Kirche zu gewinnen, „die offen ist für Veränderungen“.

Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln