Zwischen Abschied und Aufbruch: Abiturgottesdienst berührt die Herzen

Nachricht Warstade, 26. Juni 2026

Mit einer eindrucksvollen Botschaft, viel Musik und spürbaren Emotionen verabschiedeten sich die Abiturientinnen und Abiturienten am Freitag, 26. Juni 2026, im traditionellen Abiturgottesdienst von ihrer Schulzeit. Seit Jahrzehnten gehört dieser Gottesdienst in der Christuskirche Warstade fest zur Geschichte der Schule und ist Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen Kirchengemeinde und Bildungseinrichtung.

Biblische Geschichte von David und Goliath aufgegriffen

Bereits der Einstieg machte deutlich, welches Thema den Abiturjahrgang begleitet hatte. Unter dem Motto „Excalibur“ griffen die Schülerinnen und Schüler die bekannte biblische Geschichte von David und Goliath auf. Die Erzählung handelt von einem jungen Menschen, der mit Mut, Vertrauen und einem einzigen Stein einen scheinbar übermächtigen Gegner besiegt und dadurch seinen Weg zum König findet.

Viele Wege führen in ein unbekanntes Terrain

In der vollbesetzten Kirche wurde die Geschichte neu erzählt und auf die Lebenssituation der Abiturientinnen und Abiturienten übertragen. Nach 13 Jahren in der vertrauten und geschützten Umgebung der Schule stehen sie nun vor einem neuen Lebensabschnitt. Studium, Ausbildung, Freiwilligendienst oder andere Wege führen sie in bislang unbekanntes Terrain. Die zentrale Frage des Gottesdienstes lautete deshalb: „Was ist dein Stein, der den Riesen besiegt?“

„Möge die Straße uns zusammenführen“

Musikalisch wurde der Gottesdienst von gemeinsamen Liedern getragen. Zu Beginn erklang „Möge die Straße uns zusammenführen“, später folgten unter anderem „Wenn ein Mensch Vertrauen gibt“ sowie der bekannte Song „Auf uns“, der den Zusammenhalt und die gemeinsam erlebten Jahre würdigte.

In Predigt und Fürbitten wurde deutlich, dass jeder Mensch Herausforderungen begegnet, die zunächst unüberwindbar erscheinen. Gleichzeitig wurde Mut gemacht, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und neue Wege entschlossen zu gehen.

Von Träumen, Hoffnungen und dem Glauben an die Zukunft

Besonders bewegend wurde es zum Abschluss. Nach dem Segen durch Pfarrverweser in Ausbildung, Johannes Drechsler, erklang als letztes Lied „A Million Dreams“. Dieses Lied verstanden die Abiturientinnen und Abiturienten als Botschaft an die nachfolgenden Jahrgänge. Es handelte von Träumen, Hoffnungen und dem Glauben daran, die eigene Zukunft gestalten zu können. Während die letzten Töne durch die Kirche klangen, blieb kaum jemand unberührt. Bei manchem Abiturienten flossen dabei auch einige Tränen – ein Zeichen dafür, wie eng die Gemeinschaft in den vergangenen Schuljahren gewachsen war.

Eine wichtige Botschaft mitgenommen

So endete ein Gottesdienst, der nicht nur auf die Schulzeit zurückblickte, sondern vor allem den Blick nach vorne richtete. Mit der Frage nach dem eigenen „Stein gegen den Riesen“ nahmen die Abiturientinnen und Abiturienten eine Botschaft mit auf ihren weiteren Lebensweg: Herausforderungen gehören zum Leben – doch jeder trägt die Fähigkeit in sich, ihnen mutig zu begegnen.

Johannes Drechsler, Pfarrverweser in Ausbildung