Ein umgestürzter Baum wurde zum Ausgangspunkt eines außergewöhnlichen Projekts: Die Berufsbildenden Schulen Cuxhaven haben den jüdischen Friedhof im Brockeswald instandgesetzt, seine Geschichte aufgearbeitet und digital dokumentiert – tatkräftig begleitet auch von Schulpastor und -seelsorger Dr. Lutz Meyer. Für dieses klassenübergreifende Engagement wurde die Einrichtung mit dem ersten Preis des Eco-Preises Elbe-Weser in der Kategorie „Soziales“ ausgezeichnet. Der vom ZE – Zentrum für Entrepreneurship der PFH Private Hochschule Göttingen vergebene Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
Rabbiner hat Projekt angestoßen
Angestoßen wurde das Projekt durch Rabbiner Jona Simon, der im Auftrag des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden rund 220 verwaiste jüdische Friedhöfe in Niedersachsen betreut. Nachdem ein Sturm den Zaun des Friedhofs beschädigt hatte, entstand die Idee, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern Verantwortung nachhaltig zu übernehmen. Über Kontakte des Präventionsteams der Polizei und durch die Koordination an der BBS Cuxhaven kamen Schule, Religionsunterricht und externe Partner schnell zusammen.
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Beteiligt waren zahlreiche Klassen und Lehrkräfte: Eine Berufseinstiegsklasse Holz reparierte den beschädigten Zaun, während eine Berufseinstiegsklasse Gartenbau das Gelände pflegte, Moos entfernte und den Bewuchs zurückschnitt. Andere Klassen sammelten Pfandflaschen und Dosen und erwirtschafteten so rund 500 Euro für Materialkosten.