Ob Altenbruch, Basbeck, Nordleda oder Ritzebüttel – um nur einige der vielen kirchlichen Friedhöfe im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln zu nennen: Jeder von ihnen hat seinen eigenen Charakter. Das gilt auch für die Möglichkeiten der Bestattung. Neben klassischen Wahlgrabstätten gibt es – je nach Lage – pflegeleichte Urnengrabvarianten, etwa die Rondell-Gräber auf dem Gelände der Kirchengemeinde St. Nicolai Altenbruch oder eine Urnenstele bei St. Severi in Otterndorf. Auch Beisetzungen unter Bäumen werden inzwischen an mehreren Standorten im Kirchenkreis angeboten.
Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels
So unterschiedlich die Grabstätten sind, so vielfältig sind auch die Wünsche und Vorstellungen der Menschen, die sich mit dem eigenen Abschied oder dem eines Angehörigen beschäftigen. Die verschiedenen Bestattungsformen unserer Zeit sind zugleich Ausdruck eines Wandels in der Trauerkultur.
Teil der Stadtgeschichte
Wie weit dieser Wandel zurückreicht, zeigt ein Blick auf die Begräbnisstätte an der Martinskirche in Ritzebüttel. Sie ist in diesen Tagen 200 Jahre alt geworden. Mit einem Festgottesdienst hat die Cuxhavener Kirchengemeinde das Jubiläum gefeiert. Dabei wurde deutlich: Seit zwei Jahrhunderten ist dieser Ort nicht nur Teil der Stadtgeschichte, sondern vor allem ein Raum des Abschieds, der Trauer und der Erinnerung.
Ein Ort für Trauer und Erinnerung
In ihrer Festpredigt nahm Superintendentin Kerstin Tiemann die Veränderungen der Trauerkultur in den Blick. Vieles habe sich in 200 Jahren gewandelt: Bestattungsformen, Rituale und die Art und Weise, wie Menschen Abschied nehmen. Geblieben sei jedoch das Bedürfnis nach einem Ort, an dem Trauer sein dürfe und Erinnerung bewahrt werden könne.
Sie stehen auch für die christliche Hoffnung
„Wer einen Menschen verliert, braucht einen guten Ort für den Abschied – und einen Ort, an den man zurückkehren kann“, sagte die Superintendentin. „Unsere kirchlichen Friedhöfe bieten unterschiedliche Bestattungsformen und Raum für persönliche Wünsche. Zugleich stehen sie für die christliche Hoffnung: Was wir aus unseren Händen geben müssen, fällt nicht aus Gottes Händen.“
Vielfalt für unterschiedliche Bedürfnisse
Die kirchlichen Friedhöfe im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln sind so facettenreich wie die Menschen, die zu ihnen gehören. Wer sich mit dem Thema Bestattung beschäftigt, findet daher unterschiedliche Möglichkeiten – von klassischen Grabstätten bis hin zu neueren Formen, die den veränderten Bedürfnissen und Lebenssituationen unserer Zeit entsprechen.
Beratung über Bestattungsformen möglich
Sie überlegen, welche Bestattungsform für Sie oder einen Angehörigen passend sein könnte? Superintendentin Kerstin Tiemann empfiehlt: „Sprechen Sie gerne das Pfarramt Ihrer Kirchengemeinde oder die jeweilige Friedhofsverwaltung an. Dort erhalten Sie Informationen darüber, welche Bestattungsformen vor Ort möglich sind und welche Grabstätte Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen könnte.“
Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln


