Während Sturmtief „Manja“ draußen über die Stadt hinwegfegte, suchten rund 80 Menschen in der katholischen Kirche St. Marien das, was Menschen über Glaubensgrenzen hinweg verbindet: Frieden, Mitgefühl und gegenseitigen Respekt. Beim 14. Interreligiösen Gebet am Sonntag unter dem Leitwort „Wenn doch die Nächstenliebe jeden Tag zum Leben erwachte“ stand die gemeinsame Verantwortung für ein menschliches Miteinander im Mittelpunkt.
Gemeinschaft ohne religiöse Grenzen
Während Sturmtief „Manja“ über Cuxhaven hinwegfegte, gestalteten Vertreter der christlichen Kirchen und der türkisch-islamischen Gemeinde die Feier. Der Kreis „Interreligiöse Begegnungen Cuxhaven“ hatte eingeladen. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen für Verständigung über religiöse Grenzen hinweg.
Erinnerung an 40. Jahrestag des Friedenstreffens
Zur Begrüßung erinnerte Pfarrer Christian Piegenschke an das Friedenstreffen von Assisi, dessen 40. Jahrestag 2026 begangen wird. Papst Johannes Paul II. hatte 1986 Vertreter verschiedener Religionen dorthin eingeladen. Das gemeinsame Gebet zeige, dass Menschen trotz religiöser Unterschiede für Frieden eintreten können.
Ein Gruß der liberalen jüdischen Gemeinde
Dagmar Matthies verlas einen Gruß der liberalen jüdischen Gemeinde Bremerhaven, die mit dem Cuxhavener Dialogkreis verbunden ist. Die Botschaft erinnerte an gemeinsame Gebote der jüdischen und christlichen Tradition und deren Bedeutung für Menschenwürde und demokratisches Zusammenleben.
„Wo Liebe und Barmherzigkeit ist, da ist Gott“
Musik prägte die besinnliche Atmosphäre: Hoca Enes Tamparlak spielte Ney, eine traditionelle türkische Flöte, und der portugiesische Chor der katholischen Kirche sang mehrere Stücke. Mit dem Taizé-Lied „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ – „Wo Liebe und Barmherzigkeit ist, da ist Gott“ – fand das Anliegen des Nachmittags seinen musikalischen Ausdruck.


