Glaube, Gemeinschaft, große Gefühle: Konfirmationen bewegen Oste-Region

Nachricht Hemmoor, Basbeck, Osten, Warstade, 10. Mai 2026

Drei Wochenenden, drei Konfirmationen, drei Abendmahlsgottesdienste – und eine lebendige Gemeinde: Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde „An der Oste“ hat in diesen Wochen eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und kraftvoll gelebter Glaube sein kann. Mehr als 800 Besucherinnen und Besucher kamen insgesamt zusammen, um die 32 Konfirmandinnen und Konfirmanden auf ihrem Weg zu begleiten.

Gemeinsames Abendmahl ein intensives Erlebnis

Den Auftakt bildeten jeweils die Abendmahlsgottesdienste am Vorabend der Konfirmationen – in Basbeck, Osten und Warstade. In ruhiger, persönlicher Atmosphäre kamen Jugendliche, Familien und Gemeindemitglieder zusammen. Mit Liedern, Gebeten und einer Predigt, die auch kreative Elemente enthielt, entstand Raum für Nachdenklichkeit und Gemeinschaft. Das gemeinsam gefeierte Abendmahl wurde dabei zu einem besonders intensiven Moment: ein Zeichen der Verbundenheit – untereinander und mit Gott.

Feierliche Konfirmationen mit Herz und Klang

An den darauffolgenden Tagen standen die Konfirmationen im Mittelpunkt. Der Klang der Glocken eröffnete die Gottesdienste, gefolgt vom feierlichen Einzug der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Musik spielte dabei eine zentrale Rolle – von klassischen liturgischen Elementen bis hin zu modernen Liedern wie „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ oder „Vertraut den neuen Wegen“.

Der Posaunenchor aus Osten, ein Elternchor in Basbeck und einzelne Sologesänge von einheimischem Künstler sorgte für besondere musikalische Höhepunkte und verlieh den Feiern eine eindrucksvolle Tiefe. Gebete, Lesungen und die Predigt führten durch den Gottesdienst, bevor mit der Einsegnung der Höhepunkt erreicht wurde: Jeder einzelne Konfirmand, jede Konfirmandin erhielt den persönlichen Segen – ein Moment, der vielen sichtbar unter die Haut ging.

Zwischen Licht und Schatten

So viel Freude und Aufbruch – und doch war da auch eine spürbare Ernsthaftigkeit. Ein tragischer Unfall, der junge Menschen aus der Region betrifft, hat die Gemeinde in diesen Wochen tief erschüttert.
Eine Predigt griff diese Realität bewusst auf. Sie stellte sich den Fragen nach Leben, Tod und Hoffnung – ohne einfache Antworten zu geben. Die Worte „Ich bin der Lebendige“ wurden dabei zu einer starken Zusage: Gerade in Zeiten von Unsicherheit und Trauer bleibt Gott an der Seite der Menschen.

Im Zentrum der Konfirmationen standen auch die persönlichen Konfirmationssprüche der Jugendlichen. Sie wurden zu Leitgedanken für den weiteren Lebensweg – voller Mut, Vertrauen und Hoffnung.
Die Botschaft zog sich durch alle drei Wochenenden: Glaube ist nichts Abstraktes. Er zeigt sich im Alltag, im Miteinander, im Durchhalten – und im Vertrauen darauf, dass man nicht allein unterwegs ist.

Eine Gemeinde, die verbindet

Was diese drei Wochenenden besonders machte, war die Atmosphäre: offen, lebendig und getragen von Gemeinschaft. Die Gemeinde betete gemeinsam, sang und feierte. Am Ende jedes Gottesdienstes stand der Segen – und mit ihm ein Gefühl, das viele mitnahmen: Diese Konfirmationen waren mehr als festliche Rituale. Sie waren lebendige Zeichen eines Glaubens, der trägt – über Tage hinaus, über Wochen hinweg, hinein ins Leben.

Johannes Drechsler, Pfarrverwalter i.A.