Kirche sichtbar in der Mitte des gesellschaftlichen Lebens verankert

Nachricht Hemmoor, 25. April 2026

Mit spürbarer Freude und großer Zuversicht wurde am Freitagmittag der erste Spatenstich für das neue Gemeindehaus der Evangelisch‑lutherischen Kirchengemeinde An der Oste gesetzt. Vertreter aus Kirche, Politik und Bauwesen sowie Mitglieder des Kirchenvorstands versammelten sich, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu feiern.

"Raum für Begegnung, Gemeinschaft und gelebten Glauben"

Pastorin Martina Wüstefeld brachte ihre Erleichterung klar zum Ausdruck: „Endlich geht es los“, sagte sie sichtlich bewegt. Nach einer langen Planungs- und Vorbereitungszeit beginne nun ein neues Kapitel – eines, das Raum für Begegnung, Gemeinschaft und gelebten Glauben schaffen werde.

"Ein wichtiger Impuls für die Stadt"

Auch Hemmoors Bürgermeisterin Sabine Wist würdigte das Vorhaben als wichtigen Impuls für die Stadt. Sie dankte der Kirchengemeinde ausdrücklich dafür, dass sie „mitten in Hemmoor“ in die Zukunft investiere. Das neue Gemeindehaus sei nicht nur ein Bauprojekt, sondern ein Symbol für Aufbruch – für die Stadt ebenso wie für die gesamte Samtgemeinde. Die Kirche, so Wist weiter, gehöre „in die Mitte der Stadt und in die Mitte der Gesellschaft“.

Superintendentin Kerstin Tiemann blickte in ihrer Ansprache auf den langen Weg bis zum Baustart zurück – ein Prozess, der viel Energie, Engagement und auch Abschiedsschmerz gefordert habe. Ihr besonderer Dank galt dem Kirchenvorstand, der das Projekt geschlossen mittrage, sowie den kommunalen Partnern, besonders Bürgermeisterin Sabine Wist und Samtgemeindebürgermeister Jan Tiedemann.

"Wiederholt an Wünsche angepasst"

Mit sichtbarem Stolz stellte die Superintendentin fest, dass nahezu der gesamte Kirchenvorstand anwesend war. Ein weiterer Dank ging an Planerin Heike Pape, die die Bauentwürfe wiederholt an die Wünsche der Kirchengemeinde angepasst habe. Tiemann schloss ihre Rede mit einem Gebet und einem Segen für Bau, Gemeinde und Samtgemeinde.

Zuversicht und Zufriedenheit bei den Gästen

Auch Vertreter des ausführenden Bauunternehmens Kurt Buck, darunter Geschäftsführer Dieckmann und Bauleiter Schneider, nahmen teil. Ebenso war Gemeindemanager Bjørn-Arne Klaehn vor Ort. Sie alle zeigten sich zuversichtlich und zufrieden. 

Wirkt weit über die Kirchengemeinde hinaus

Mit dem ersten Spatenstich ist der Startschuss gefallen – für ein Bauprojekt, das weit über die Kirchengemeinde An der Oste hinauswirken soll. In Hemmoor entsteht ein Ort, der Gemeinschaft stärkt, Menschen verbindet und die Kirche sichtbar in der Mitte des gesellschaftlichen Lebens verankert. 

Johannes Drechsler, Pfarrverwalter i.A.

Zahlen, Daten, Fakten

Errichtet werden soll das neue Gemeindezentrum in ökologischer Holzrahmenbauweise auf einem rund 2130 Quadratmeter großen Grundstück an der Otto‑Peschel‑Straße/Ecke Ziegeleiweg. Das zweigeschossige Gebäude bietet etwa 250 Quadratmeter Nutzfläche im Erdgeschoss und weitere rund 215 Quadratmeter im Obergeschoss.

Gemeinschaftsraum und Büros

Im Erdgeschoss entstehen – neben den sanitären Anlagen – ein großer, teilbarer Gemeinschaftsraum für Versammlungen, eine Küche und das Gemeindebüro. Über Treppe oder Aufzug erreicht man das Obergeschoss mit den Büros für die beiden Pastoren, den Popkantor und den Diakon. Dort ist zudem ein eigener Jugendbereich vorgesehen. Eine außenliegende Wendeltreppe dient als zusätzlicher Fluchtweg.

Richtfest Ende Juni geplant

Bis Ende Mai soll die Bodenplatte gegossen sein; in der ersten Junihälfte folgen die Wände, sodass – bei planmäßigem Verlauf – Ende Juni an der Otto‑Peschel‑Straße/Ecke Ziegeleiweg das Richtfest gefeiert werden kann.
Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,8 Millionen Euro für Gebäude und Grundstück. Die Kosten tragen die Landeskirche sowie der Kirchenkreis Cuxhaven‑Hadeln.