Erinnern, innehalten und miteinander ins Gespräch kommen: Unter dem Titel „Erinnerungszeichen Stolpersteine Osten“ wird am Sonntag, 8. November 2026, um 11.30 Uhr in der St.-Petri-Kirche in Osten eine besondere Ausstellung eröffnet. Zehn Tage lang können dort 50 Fotografien betrachtet werden, die sich mit der Geschichte der Stolpersteine und der Erinnerung an die NS-Zeit beschäftigen. Die Ausstellung findet im Rahmen der Friedensdekade statt, die bis zum 18. November täglich mit Veranstaltungen in die Gesamtkirchengemeinde Am Dobrock einlädt.
Posaunenchor zur musikalischen Begleitung
Die Vernissage am kommenden Sonntag – sie ist Auftakt in dieser informativen Reihe – wird musikalisch vom Ostener Posaunenchor begleitet. Im Anschluss bietet sich Gelegenheit zu einem regen Austausch über die ausgestellten Bilder, persönliche Erinnerungen und die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur.
Aus dem Fundus von Dieter Duksch, Pastor im Ruhestand
Die Fotografien stammen von Pastor im Ruhestand Dieter Ducksch, der im Mai 2025 an den Stolpersteinen bei der Schwebefähre Osten-Hemmoor eine besondere Aktion zur Erinnerungskultur initiierte. Damals sprach er mit Touristen und Einheimischen über ihre Gedanken zur Kriegs- und Nachkriegszeit – 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Viele Menschen waren bereit, ihre Erinnerungen und Gedanken zu teilen. Dabei berichteten sie auch von Erzählungen, die ihnen Eltern und Großeltern überliefert hatten.


