Als der Sturm kommt, haben selbst die Jünger Angst. Das Wasser schlägt gegen das Boot, der Wind wird stärker, und niemand weiß, wie diese Fahrt enden wird. Nur einer bleibt ruhig: Jesus. Er steht auf, gebietet dem Wind und dem See Einhalt – und plötzlich wird es still. „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch kein Vertrauen?“, fragt er seine Jünger.
Die Kleinen hören mit großen Augen zu
Fast zweitausend Jahre später wird diese Geschichte in der St.-Severi-Kirche in Otterndorf lebendig. Jungen und Mädchen sitzen gemeinsam mit Pastoren, Diakonen sowie Helferinnen und Helfern im Altarraum auf dem Boden. In ihrer Mitte: ein symbolisches Boot. Gebannt lauschen sie Diakonin Corinna Buchhorn, die von jenem fürchterlichen Sturm auf dem See Genezareth erzählt. Die Kinder hören von den großen Augen der Jünger, von ihrer Angst – und von Jesus, der ihnen zeigt, dass Vertrauen stärker sein kann als Furcht.
Vorfreude auf Spiele und Aktionen wächst
Auch Emilia aus Otterndorf hört aufmerksam zu. Man sieht der Zehnjährigen an, dass sie die Geschichte gepackt hat. Vielleicht ahnt sie schon, dass es an diesem Tag um mehr geht als um eine spannende Geschichte und die Spiele und Aktionen, auf die sie sich ebenso freut wie die anderen. „Mutig. Stark. Beherzt.“ lautet das Motto des zweiten regionalen Kinderkirchentags im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln.


