Ein leises Knattern liegt in der Luft, Chrom blitzt im Sonnenlicht, und irgendwo zwischen Fernweh und Vertrautheit beginnt sie wieder – die Zeit der offenen Straßen.
In der Kirchengemeinde St. Petri in Cuxhaven wurde die Bikersaison jetzt mit einem besonderen Gottesdienst eröffnet. Rund 80 aktive und ehemalige Bikerinnen und Biker aus der Region – von Hemmoor bis an die Küste – kamen zusammen, um nach einem gemeinsamen Frühstück innezuhalten, bevor es dann auf die erste Ausfahrt und der Tag in geselliger Runde ausklang.
Gesang, Gebete und ein starkes Bewusstsein
„Wir waren im Weihnachtsgottesdienst – der hat uns so gut gefallen, dass wir uns genau diesen Rahmen auch für den Start in die Saison gewünscht haben“, berichtet eine Teilnehmerin über die Entstehung der Idee.
Der Gottesdienst war geprägt von gemeinschaftlichem Gesang, Gebet und einem starken Bewusstsein für das, was das Unterwegssein mit sich bringt: Freiheit – aber auch Verantwortung. „Es geht um Umsicht im Straßenverkehr und um den Wunsch, behütet durch die Saison zu kommen“, heißt es aus der Gemeinde der eingefleischten Zweiradfans.
Ein Moment zwischen Aufbruch und Achtsamkeit
Auch das Gedenken hatte seinen Platz. Ein Unfall war einst der Anlass für diese besondere Tradition. Die Erinnerung daran verleiht dem Saisonauftakt bis heute eine besondere Tiefe – als Moment zwischen Aufbruch und Achtsamkeit.
"Rücksicht, Verantwortung und Vertrauen“
„Motorradfahren steht für Freiheit – und genau diese Freiheit braucht einen guten Rahmen aus Rücksicht, Verantwortung und Vertrauen“, sagt Pastorin Martina Weber. „Der Segen ist kein Schutzschild gegen alles, aber er ist eine Zusage: Ihr seid nicht allein unterwegs.“