„Leben" heißt nicht nur beginnen – es heißt auch, bewusst anzukommen. Genau dieses Verständnis stand im Einsegnungs-Hospizgottesdienst in St. Gertrud Cuxhaven im Mittelpunkt. Silvia Wolter, Marike Penner, Mechthild Andersen, Gabriele Wandelt-Gärtner, Maike Schüler, Sebastian Penner und Dennis Drutjons (Meike Hokema und Ingo Kraft nicht anwesend) wurden durch Superintendentin Kerstin Tiemann, erste Vorsitzende des Trägerverbandes der Diakonie Cuxland, für ihre kommende Aufgabe in der Sterbebegleitung eingesegnet und bekamen den Segen Gottes zugesprochen.
"Nicht Sterbe-, sondern Lebensbegleitung"
Die Hospizgruppe Cuxhaven ist ein ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Diakonie Cuxland. Sie spricht vorrangig nicht von „Sterbebegleitung" im Kontext der Begleitung Sterbender und Schwersterkrankter in der letzten Lebensphase, sondern von „Lebensbegleitung". Gerade in der letzten Lebensphase steht das Leben in all seinen Facetten besonders im Mittelpunkt und möchte bewusst gelebt werden.
"Im Bewusstsein der Endlichkeit leben"
Hospizmitarbeiterin Ulia Heuberger führte in ihren „Lebensgedanken" aus, dass es darum geht, den Tagen mehr Leben zu geben und das gelebte Leben zu würdigen. Lebensbegleitung am Lebensende ist oftmals sehr bunt und vielfältig – wie das Leben an sich auch. Pastor Detlef Kipf führte in seiner Predigt an, dass wir im Bewusstsein der Endlichkeit des Lebens leben sollten und innerhalb des Lebens dieses trotzdem mutig in allen Facetten leben sollten.
Fundierten Vorbereitungskurs absolviert
Zuvor hatten die neuen Ehrenamtlichen den gesetzlich vorgeschriebenen Vorbereitungskurs von Januar bis Juni erfolgreich abgeschlossen. Der Kurs wurde durch die Dozentinnen Bel Dreßler und Verena Frauns sowie den Fachbereichsleiter Diakon Jörg Peters durchgeführt. Ein weiterer Vorbereitungskurs ist bereits in Planung, da sich die Hospizgruppe Cuxhaven aufgrund weiter steigender Nachfrage nach hospizlichen Begleitungen über weitere ehrenamtliche Unterstützung freut.
"Eine freundliche, sich tragende Gemeinschaft"
Das Ehrenamt ist eingebunden in eine freundliche, sich miteinander tragende Gemeinschaft mit vielfältigen Angeboten: Fort- und Weiterbildung, Auslagenerstattung, Anerkennungskultur, Ausflügen und vielem mehr.