Kirchengemeinde An der Oste: Wo Gemeinschaft ein Dach bekommt

Nachricht Hemmoor, 30. Juni 2026

Oben dreht sich der Richtkranz im Wind, unten blickt die Festgemeinde hinauf – und dazwischen wächst ein Haus heran, das einmal Heimat und Zentrum der Kirchengemeinde An der Oste sein wird. „Es ist ein Tag der Freude, der Dankbarkeit und der Hoffnung“, sagt Johannes Drechsler, Diakon und Pfarrverwalter in Ausbildung, auf der Baustelle an der Otto-Peschel-Straße in Hemmoor.

Zahlreiche Gäste wollen dabei sein

Dort haben sich an diesem warmen Juni-Nachmittag eifrige Zimmerer, Verantwortliche des Bauunternehmens Buck, Pastorin Martina Wüstefeld sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gemeindeverwaltung und Kirchenvorstand versammelt. Das Richtfest will sich niemand entgehen lassen.

Besonderes Lob für Kerstin Tiemann

Auch Superintendentin Kerstin Tiemann ist gekommen, sie wird besonders gewürdigt. „Kerstin Tiemann hat den langen Prozess unserer Gemeinden begleitet und immer wieder deutlich gemacht, dass Veränderung auch Chance bedeutet“, formuliert Drechsler. Ihre Zuversicht, ihr Vertrauen und ihre Verbundenheit seien für die Gemeinde ein wichtiger Rückhalt.

Im Mittelpunkt der Ansprachen stehen jedoch vor allem die Menschen, die das Projekt – seine Fertigstellung wird laut Bauträger noch vor Weihnachten erwartet – ermöglicht haben. Drechsler würdigt besonders den ehrenamtlichen Einsatz des Kirchenvorstands, der den Neubau mit Beharrlichkeit und Weitblick auf den Weg gebracht habe.

Fundament aus Vertrauen und Beharrlichkeit

„Dieses Gebäude ist aus Holz, Stein und Stahl gebaut. Sein eigentliches Fundament aber besteht aus Vertrauen, Beharrlichkeit und dem gemeinsamen Glauben daran, dass Kirche auch morgen mitten im Leben der Menschen ihren Platz haben wird“, sagt der Diakon.
Sein Dank gilt zudem Pastorin Martina Wüstefeld, den Handwerksbetrieben, dem Bauunternehmen Buck, den beteiligten Kommunen sowie allen, die den Entstehungsprozess unterstützt hätten. „Das neue Gemeindezentrum soll ein offener Ort für Begegnung, Gemeinschaft und gelebten Glauben sein.“

Gereimte Ansprache mit feinem Humor

Superintendentin Kerstin Tiemann greift den Gedanken des Miteinanders in einer gereimten Ansprache mit feinem Humor auf. Sie lässt den Weg von den ersten Überlegungen bis zum Richtfest Revue passieren und macht deutlich, dass mit dem Neubau weit mehr entstehe als ein Gebäude: Es sei ein Ort, an dem Gemeinschaft wachsen und Glaube gelebt werden könne. Zugleich erinnert Tiemann an den gemeinsamen Weg der drei Gemeinden zur Kirchengemeinde An der Oste und wünscht dem Haus Gottes Segen sowie offene Türen.

Über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus blickt Pastor Peter Seydell von der benachbarten Kirchengemeinde St. Bartholomäus Lamstedt. Er freut sich über das neue Gemeindezentrum und hebt die gute Zusammenarbeit innerhalb der Region hervor.

Suppe und Getränke nach dem Rundgang

Den traditionellen Höhepunkt bildet der Richtspruch, vorgetragen von Zimmerer Tjorge Kappel. Nachdem der Richtkranz mit seinen bunten Flatterbändern hoch oben auf dem Neubau seinen Platz gefunden hat, und die leere Flasche krachend am Dach zersplittert ist, nutzen viele Gäste gern die Gelegenheit zu einem Rundgang durch den Rohbau.
Bei selbstgemachter Suppe und Getränken klingt das Richtfest in geselliger Runde aus – und an diesem Nachmittag ist das neue Gemeindehaus bereits das, was es einmal dauerhaft werden soll: ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und ein Stück Heimat.

Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln