Lars Decker als Einziger aus dem Kirchenkreis in der Landessynode

Nachricht Kirchenkreis, 10. Februar 2026

Zu einem Austausch über die bisherige, wie auch die künftige Arbeit der Landessynode hatte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff die Vertreterinnen und Vertreter des Sprengels Stade eingeladen. Im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa trafen sich am Wochenende die neu gewählten Synodalen, um über Schwerpunkte der kommenden Legislaturperiode zu beraten. Mit dabei war Lars Decker, 22-jähriger Student aus der Wingst, der als einziger Vertreter aus dem Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln im „Kirchenparlament“ mitwirkt. Die neue Landessynode tritt vom 19. bis 21. Februar in Hannover zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.

Für einen Perspektivwechsel geworben

Zu Beginn des Treffens setzte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff mit einer Andacht den Ton und warb für einen Perspektivwechsel: „Lasst uns nicht nur auf die Krisen schauen, die wir alle vor Augen haben. Sondern auch auf das, was wir an Schätzen hier im Elbe-Weser-Raum an gelebter Nächstenliebe und Hoffnungszeichen haben.“ Als Beispiele nannte sie unter anderem die TelefonSeelsorge Elbe-Weser, die Seemannsmission sowie die Gedenkstätte Lager Sandbostel als einen der Friedensorte der hannoverschen Landeskirche.

"Anfänge im Glauben" als Schwerpunktthema

Einen inhaltlichen Impuls setzte Johanna Schröder, bisherige Synodale aus Scheeßel, mit dem Schwerpunktthema „Anfänge im Glauben“. Angesichts notwendiger Einsparungen in den kommenden Jahren plädierte sie dafür, verbleibende Ressourcen gezielt einzusetzen. Entscheidend sei, wo Anfänge im Glauben ermöglicht, die Seele gestärkt und der Sozialraum in den Blick genommen werde. „Wir ringen um eine gute Balance von inhaltlichen und strukturellen Veränderungen“, so Schröder.

Schnellere Entscheidungen und schlankere Strukturen

In der Diskussion wurde deutlich, dass viele der neuen Synodalen für schnellere Entscheidungen, schlankere Strukturen und eine frühzeitige Abschätzung von Folgekosten bei künftigen Gesetzgebungsverfahren eintreten. „Machen und nicht reden“, brachte es eine künftige Synodale auf den Punkt.

Wenige Tage vor dem Treffen hatte Lars Decker, der als einziger Vertreter des Kirchenkreises Cuxhaven-Hadeln sowie als einer der jüngsten Synodalen in die Landessynode berufen wurde, Superintendentin Kerstin Tiemann in Otterndorf besucht. Tiemann zeigte sich positiv-neugierig angesichts der nunmehr veränderten Altersstrukturen des Kirchenparlaments und sagte: „Die Verjüngung der Landessynode eröffnet neue Perspektiven – gerade mit Blick auf die besonderen Herausforderungen unserer Region.“

"Kirche als Hoffnungsträger"

Decker, der seit Jahren in Jugendgremien aktiv ist, versteht Kirche als Hoffnungsträger in gesellschaftlichen Umbrüchen. „Mir ist wichtig, Brücken zu bauen, im Gespräch zu bleiben und Kirche gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten“, sagte der 22-Jährige, der den Kontakt zu seiner Heimatregion bewusst pflegen möchte.

Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade, und Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln