Zu einem Austausch über die bisherige, wie auch die künftige Arbeit der Landessynode hatte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff die Vertreterinnen und Vertreter des Sprengels Stade eingeladen. Im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa trafen sich am Wochenende die neu gewählten Synodalen, um über Schwerpunkte der kommenden Legislaturperiode zu beraten. Mit dabei war Lars Decker, 22-jähriger Student aus der Wingst, der als einziger Vertreter aus dem Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln im „Kirchenparlament“ mitwirkt. Die neue Landessynode tritt vom 19. bis 21. Februar in Hannover zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.
Für einen Perspektivwechsel geworben
Zu Beginn des Treffens setzte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff mit einer Andacht den Ton und warb für einen Perspektivwechsel: „Lasst uns nicht nur auf die Krisen schauen, die wir alle vor Augen haben. Sondern auch auf das, was wir an Schätzen hier im Elbe-Weser-Raum an gelebter Nächstenliebe und Hoffnungszeichen haben.“ Als Beispiele nannte sie unter anderem die TelefonSeelsorge Elbe-Weser, die Seemannsmission sowie die Gedenkstätte Lager Sandbostel als einen der Friedensorte der hannoverschen Landeskirche.
"Anfänge im Glauben" als Schwerpunktthema
Einen inhaltlichen Impuls setzte Johanna Schröder, bisherige Synodale aus Scheeßel, mit dem Schwerpunktthema „Anfänge im Glauben“. Angesichts notwendiger Einsparungen in den kommenden Jahren plädierte sie dafür, verbleibende Ressourcen gezielt einzusetzen. Entscheidend sei, wo Anfänge im Glauben ermöglicht, die Seele gestärkt und der Sozialraum in den Blick genommen werde. „Wir ringen um eine gute Balance von inhaltlichen und strukturellen Veränderungen“, so Schröder.
Schnellere Entscheidungen und schlankere Strukturen
In der Diskussion wurde deutlich, dass viele der neuen Synodalen für schnellere Entscheidungen, schlankere Strukturen und eine frühzeitige Abschätzung von Folgekosten bei künftigen Gesetzgebungsverfahren eintreten. „Machen und nicht reden“, brachte es eine künftige Synodale auf den Punkt.