Gelebte Gemeinschaft in alten Mauern und jede Menge Einhornmomente

Nachricht Pitlochry (Schottland), Kirchenkreis, 06. August 2026

Knarrende Holzdielen, offene Kamine und der Blick auf die sanften Hügel der schottischen Highlands: Für 22 Jugendliche der Evangelischen Jugend Cuxhaven-Hadeln ist das Anwesen Talladh A' Bheithe weit mehr als eine Unterkunft. Der ehemalige Herrensitz des Clans der Menzies wird für zwei Wochen zu einem Ort voller Gemeinschaft, Abenteuer und unvergesslicher Erinnerungen.

Mit dem Zug über das Glenfinnan-Viadukt gefahren

Dass die Reise schon jetzt viele besondere Momente bereithält, erzählt Kirchenkreisjugenddiakon Matthias Schiefer mit wachsender Begeisterung: „Zu den Ausflügen, die wir bisher gemacht haben, gehörte unter anderem Stirling mit seiner beeindruckenden Burg. Dann waren wir in Fort William, sind mit dem Zug über das Glenfinnan-Viadukt gefahren, haben den Hogwarts-Express gesehen und anschließend noch in Fort William eingekauft."

Zu den Highland Games nach Aberfeldy geht's auch noch

Außerdem habe die Gruppe Crieff, Pitlochry und das House of Bruar besucht. Bis zur Heimreise warten mit einem Tagesausflug in die schottische Hauptstadt Edinburgh sowie den Highland Games in Aberfeldy noch weitere Höhepunkte.

Doch es sind nicht allein die Sehenswürdigkeiten, die diese Freizeit besonders machen. Für die 15-jährige Amy aus Cuxhaven beispielsweise zählen das Mountain Rafting in Aberfeldy und das Schwimmen im hauseigenen See zu ihren persönlichen Highlights.
Der 21-jährige Jonas aus Cadenberge begleitet die Freizeit erstmals als Teamer – und nimmt vor allem das Miteinander wahr. „Ich habe das Gefühl, als große Familie unterwegs zu sein", sagt er sichtlich zufrieden.

Andachten und Gesprächen runden Angebot ab

Damit dieses Gemeinschaftsgefühl entstehen kann, hat das Team um Matthias Schiefer ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Spiele, kreative Workshops sowie erlebnispädagogische und gruppendynamische Angebote wechseln sich mit Andachten, Gesprächen über Glaubensfragen und gemeinsamen Unternehmungen ab.

Schottische Geschichte gibt's als informatives Extra

„Neben einer guten Gemeinschaft und der Beschäftigung mit Glaubensthemen ist mir auch die Vermittlung schottischer Geschichte und ihrer Besonderheiten wichtig", betont Schiefer.

Unter dem Motto „Holy Unicorn“ verbindet die Freizeit das schottische Nationaltier mit seiner mittelalterlichen christlichen Symbolik: Das Einhorn steht für Reinheit, Kraft und Unbezwingbarkeit und wurde als Sinnbild für Christus und seine Menschwerdung verstanden. Was zunächst ungewöhnlich klingt, wird für die Jugendlichen Tag für Tag erlebbar und vertrauter. 

Miteinander unterwegs sein

Der erfahrene Kreisjugenddiakon beobachtet aufmerksam, wie schnell aus einer Reisegruppe eine Gemeinschaft wächst: „Viele sind zum ersten Mal auf einer Jugendfreizeit dabei", erzählt er, "sie schreiben sich gegenseitig Gute-Nacht-Post, genießen die gemeinsame Zeit und erleben, wie schön es ist, miteinander unterwegs zu sein."

Augenblicke, in denen Vertrauen wächst

Vielleicht sind genau das die eigentlichen „Holy-Unicorn"-Momente dieser Reise: Augenblicke, in denen Vertrauen wächst, Freundschaften entstehen und Glaube nicht nur Thema einer Andacht ist, sondern im Alltag wertschätzender Gemeinschaft lebendig wird.