Mit Fragen, Neugier und einem Fallschirm ins Konfi-Abenteuer

Nachricht Basbeck, 23. August 2026

Es war einer dieser Nachmittage, an denen ein neues Kapitel beginnt, ohne dass man am Anfang schon weiß, was am Ende darin stehen wird. 25 Jugendliche waren zum ersten Vorkonfi-Treffen in Basbeck angemeldet.
Zwei überlegen noch, ob sie wirklich dabei sein wollen. Und einer ist überraschend noch eingestiegen – wird aber erst beim nächsten Treffen richtig mit von der Partie sein. So war die neue Vorkonfi-Gruppe der Ev.-luth. Kirchengemeinde An der Oste gleich zu Beginn das, was sie vermutlich auch in Zukunft sein wird: bunt, neugierig und ein wenig unberechenbar.

Keine langen Erklärungen zum Einstieg

Jugenddiakonin Ruth Wiarda und ihr Team hatten einen Nachmittag vorbereitet, der nicht mit langen Erklärungen begann. Erst einmal ging es darum, Namen zu lernen, Menschen kennenzulernen und ein paar Hemmungen zu überwinden. Beim Namensspiel erzählten die Jugendlichen eine Wahrheit und eine Lüge über sich. Danach machten sie sich in kleinen Gruppen auf die Suche nach Gemeinsamkeiten.

Wer war schon einmal im Ausland?

Wer hat Geschwister? Wer spielt ein Instrument? Wer war schon einmal im Ausland? Und wer war schon einmal in einer Kirche, ohne dass dort gerade Gottesdienst gefeiert wurde? Schnell wurde deutlich: Manchmal muss man nur eine Frage stellen, um bei einem anderen Menschen etwas Neues zu entdecken..

Und schließlich wurde es grundsätzlicher. Auf dem Boden lagen Karten mit Begriffen, die in der kommenden Konfizeit wichtig werden könnten: Gott, Kirche, Taufe, Beten, Zweifel, Gemeinschaft, Freundschaft, Schuld, Vergebung, Zukunft, Spaß, Regeln, Spiele, Abendmahl, Musik und Glaube. Auch Themen wie Sex und Tod fehlten nicht.

Getauscht, gefragt und lebhaft diskutiert

Jede und jeder suchte sich einen Begriff aus, der interessant war – und einen, mit dem man zunächst wenig anfangen konnte. Es wurde getauscht, gefragt und diskutiert: Was soll in der Konfizeit unbedingt zur Sprache kommen? Besonders deutlich wurde dabei der Wunsch, über das Thema Tod zu sprechen.

Persönliches Meinungsbild ermittelt

Nach einer Pause wurde es noch persönlicher. Bei einem Meinungsbild konnten die Jugendlichen mit „Ja“, „Nein“ oder „Vielleicht“ Stellung beziehen: Gibt es Gott? Bringt Beten etwas? Ist Kirche wichtig? Können Menschen sich verändern? Hat Jesus heute noch etwas mit meinem Leben zu tun? Dabei galt eine einfache Regel: Es gibt keine falschen Meinungen. Glauben beginnt schließlich nicht immer mit Gewissheit. Manchmal beginnt er mit einer Frage. Diese Fragen und Wünsche wurden auf Plakaten gesammelt. 

Und natürlich durfte bei einem richtigen Vorkonfi-Nachmittag auch der Fallschirm nicht fehlen. Unter ihm wurde gelacht, gerannt und gemeinsam ausprobiert. Am Ende standen der „Besenstiel“ und der Abschlusssegen – der offizielle Startpunkt für diese neue Gruppe.

Eltern eingeladen

Im Anschluss waren auch die Eltern zu einem Elternabend eingeladen. Dort ging es darum, einen ersten Blick auf die kommende Konfizeit zu werfen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Antworten und vielleicht noch mehr Fragen

Was aus dieser Gruppe werden wird, lässt sich nach dem ersten Nachmittag noch nicht sagen. Aber eines war schon zu sehen: Da ist eine Menge Elan. Und da sind junge Menschen, die Fragen mitbringen. Vielleicht wird die kommende Konfizeit Antworten geben. Vielleicht noch mehr Fragen. Wahrscheinlich beides

Johannes Drechsler, Pfarrverwalter i.A. in der Kirchengemeinde An der Oste