„Siehe, ich mache alles neu“ – die Jahreslosung der christlichen Kirchen prägt den Festgottesdienst am Sonntag in der St.-Petri-Kirche in Osten. Passend dazu sind die Kirchengemeinden Basbeck, Osten und Warstade nun offiziell zur neuen Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde An der Oste verschmolzen. Abgeschlossen ist dieser Weg damit allerdings noch nicht.
Viele Gespräche, Diskussionen und Abschiede gewürdigt
Dass eine Fusion kein einfacher Verwaltungsakt ist, sondern Kraft kostet, macht Superintendentin Kerstin Tiemann in ihrem Grußwort deutlich. Sie würdigt die vielen Gespräche, Diskussionen und Abschiede von Vertrautem, die den Zusammenschluss begleitet hätten. Gerade weil Menschen mit Herzblut an ihren Gemeinden hingen, sei dieser Schritt herausfordernd gewesen. "Umso größer ist der Respekt vor allen, die Brücken gebaut, Kompromisse ausgehalten und diesen Weg im Vertrauen auf Gott gegangen sind."
"Verlässlich, nah bei den Menschen und getragen vom Evangelium"
Als aussagekräftiges Bild dafür bringt Tiemann eine kleine Glocke mit den Namen der vier Evangelisten mit. Sie stehe für unterschiedliche Stimmen, die dennoch einen gemeinsamen Klang ergeben. Einheit, so Tiemann, bedeute nicht Gleichklang, sondern Zusammenklang – verlässlich, nah bei den Menschen und getragen vom Evangelium.