Vor 500 Jahren begann in Altenbruch etwas Ungewöhnliches. Pastor Erik Neumann von der Kirchengemeinde St. Nicolai erinnert daran, dass die Reformation im Hadelner Land nicht von oben verordnet wurde, sondern „als Bewegung von unten“ entstand – getragen von Menschen, die Ungerechtigkeiten nicht länger akzeptierten und sich mutig in gesellschaftliche Fragen einmischten.
An diesen Anfang erinnert die Kirchengemeinde St. Nicolai Altenbruch mit einer Reihe von Veranstaltungen und fragt zugleich: Was bedeutet dieses Erbe für uns heute?
Festgottesdienst ist ein Höhepunkt
Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Festgottesdienst am Sonntag, 10. Mai 2026, um 10 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche. Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch‑lutherischen Landeskirche Hannovers, wird predigen. Mitwirkende Gäste sind außerdem Kerstin Tiemann, Superintendentin des Kirchenkreises Cuxhaven‑Hadeln, und Christian Piegenschke, Pfarrer der römisch‑katholischen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Otterndorf.
Ein kurzes Stück, Gospelklänge und Enthüllung
Doch auch die Kleinen werden ihren großen Auftritt haben: Altenbrucher Kinder führen im Gottesdienst zudem ein kurzes Stück auf, und der Gospelchor „Happy Voices“ übernimmt die musikalische Gestaltung. Bereits im Vorfeld haben rund 100 Kinder der Grundschule Altenbruch gemeinsam mit Petra und Thomas Sassen an einem mosaikartigen Kunstwerk gearbeitet. Dieses wird nach dem Gottesdienst vor dem Kircheneingang feierlich enthüllt.
Kaffee und Gespräche auf dem Kirchenvorplatz
Im Anschluss lädt die Gemeinde zu Kaffee und Gesprächen auf dem Kirchenvorplatz ein – ein offenes Willkommen für alle, die sich mit der Geschichte der Reformation und ihrer Wirkung bis heute verbunden fühlen.