Erst nachdem diese Geduldsprobe bestanden ist, geht es weiter. Elektriker erledigen die letzten Arbeiten, die Räume bekommen ihren Feinschliff, anschließend wird gespachtelt und gestrichen. Im Herbst schließlich ist der Boden an der Reihe: Vinyl in Holzoptik, strapazierfähig und wohnlich.
Klaehn blickt ins Treppenhaus. Dort kämpft sich Kayne Krethe gerade wieder nach oben. Der junge Facharbeiter eilt seinem Vater zu Hilfe. Der kann ja nicht alles alleine machen. Mit flinker Hand und PS-starker Maschine glättet der junge Mann den Estrich, soweit er liegt. Der Flügelglätter surrt – wie so oft – beharrlich vor sich hin.
Gefalzte Bleche sorgen für aufgelockerte Optik
Auch vor dem Gebäude hat sich das Bild verändert. Die Fassade ist bereits verklinkert und verfugt. Und dort, wo derzeit noch Holzverschalungen zu sehen sind, sollen gefalzte Bleche demnächst für eine aufgelockerte Optik sorgen.
Und die Sonne bekommt ebenfalls ihren Platz auf dem neuen Gemeindezentrum. Anfang übernächster Woche kommen 54 Module einer großen Photovoltaikanlage aufs Dach. Sie fangen künftig Sonnenlicht ein und liefern einen Teil der Energie, die im Haus gebraucht wird. Nachhaltigkeit gehört ebenso zum Konzept wie die Holzrahmenbauweise, in der das Gebäude errichtet ist.
Vorfreude auf das, was da noch kommt
„Ich freue mich, dass es so gut vorangeht“, sagt Bjørn-Arne Klaehn. Und er freut sich auch schon auf das, was danach kommt: auf die zahlreichen Gruppen, auf Gespräche und Begegnungen, auf Musik und Ideen. Sie alle werden das neue Gemeindezentrum mit Leben füllen und zu einem Treffpunkt machen.
Die Kopfhörer sitzen wieder auf den Ohren
Unten vor dem Gebäude ist Kayne Krethe inzwischen wieder angekommen. Die Kopfhörer sitzen auf den Ohren, die nächste Ladung Sand wartet. Er greift nach der Schubkarre und legt los. Und wieder dröhnt die Estrichmaschine übers Gelände an der Otto-Peschel-Straße.
Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln