Weiße Stühle stehen in der Scheune, der Duft von Heu liegt in der Luft. Familie und Freunde haben Platz genommen. Kein Kirchturm ragt in den Himmel, keine Kirchenbänke säumen den Weg. Hof Lafrenz in Altenbruch ist die Kulisse für einen der wichtigsten Tage im Leben von Friederike und Markus Mushardt. Sie heiraten.
Verständnis von Liebe, Verlässlichkeit und Gemeinschaft
Als Pastor Erik Neumann die Trauung beginnt, wird schnell deutlich: Für Gottes Segen braucht es nicht zwingend ein Kirchengebäude. Die Hofhochzeit verbindet die persönliche Geschichte des Paares mit dem christlichen Verständnis von Liebe, Verlässlichkeit und Gemeinschaft – genau dort, wo sich die beiden ihre Hochzeit gewünscht haben.
Kein Rückzug, sondern neue Wege zu den Menschen
Solche Bilder wären noch vor wenigen Jahren eher die Ausnahme gewesen. Heute stehen sie exemplarisch für eine Entwicklung, die vielerorts auch in der evangelisch-lutherischen Kirche zu beobachten ist. In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen und wachsender Konkurrenz unter anderem durch freie Hochzeits- und Trauerredner reagiert die Kirche nicht mit Rückzug. Stattdessen sucht sie neue Wege, Menschen an wichtigen Wendepunkten ihres Lebens zu begleiten.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Dabei lautet die entscheidende Frage längst nicht mehr nur: Wie kommen die Menschen zur Kirche? Sondern vielmehr: Wie kommt die Kirche zu den Menschen? Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.


