Wenn die Beckerath-Orgel der St.-Gertrud-Kirche ihre freundlichen, hellen und klaren Klangfarben entfaltet, wird der Kirchenraum selbst zum Resonanzraum einer besonderen musikalischen Begegnung: Am Freitag, 4. September, ist um 19 Uhr der renommierte Organist und Kirchenmusiker Traugott Mayr zu Gast bei ORGELpunktSIEBEN. Der Eintritt ist frei.
Prägende Impulse
Mayr wurde in Augsburg geboren und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater München evangelische Kirchenmusik sowie Konzertfach Orgel bei Prof. Martha Schuster. Prägende Impulse erhielt er zudem in Meisterkursen bei Ewald Kooiman, Ton Koopman, Marie-Claire Alain und Frédéric Blanc.
Der Musik von Johann Sebastian Bach verpflichtet
Von 1989 bis 2024 wirkte Traugott Mayr als Kantor an der Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren. Dort verantwortete er ein anspruchsvolles kirchenmusikalisches Programm mit Chor-, Orgel- und Oratorienkonzerten. Als Konzertorganist widmet er sich besonders der historischen Aufführungspraxis und der Musik Johann Sebastian Bachs. Im Gedenkjahr 2000 führte er Bachs gesamtes Orgelwerk in einem 16-teiligen Konzertzyklus auf. Weitere Schwerpunkte seines Repertoires liegen in der Orgelmusik der Romantik und Moderne, insbesondere bei französischen Komponisten. Konzertreisen führten ihn zu Orgelkonzerten und internationalen Orgelfestivals im In- und Ausland.
Auch Werke von Buxtehude, Dubois und Böhm werden erklingen
Das Programm in St. Gertrud spannt einen musikalischen Bogen vom norddeutschen und niederländischen Barock bis zur französischen Orgelromantik. An der "Königin der Instrumente" zu hören sind an diesem Abend Werke von Vincent Lübeck, Jan Pieterszoon Sweelinck, Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Georg Böhm und Théodore Dubois.
Mit dem Praeambulum et Fuga ex E geht es los
Den Auftakt bildet Vincent Lübecks Praeambulum et Fuga ex E. Es folgen Sweelincks virtuoses Ballo del Granduca und Buxtehudes Ciacona e-Moll, BuxWV 160. Mit Johann Sebastian Bachs Concerto a-Moll, BWV 1065, erklingt eine Bearbeitung des Konzerts für vier Cembali. Georg Böhms Partita „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ führt in die Welt der Choralbearbeitung. Bachs Fantasie und Fuge c-Moll, BWV 537, setzt den barocken Schwerpunkt fort. Den Abschluss bildet Théodore Dubois’ virtuose Toccata G-Dur aus den Douze pièces pour orgue.


