Freunde der Orgelmusik sollten ihren Terminkalender bereithalten und notieren: In der St.-Petri-Kirche Cuxhaven öffnen sich im Sommer 2026 wieder die Türen für vier abwechslungsreiche Konzerte der Internationalen Orgelmatineen.
Renommierte Organisten aus Deutschland und der Schweiz präsentieren an der symphonischen Woehl-Orgel ein farbenreiches Programm, das die Vielfalt der europäischen Orgelmusiken eindrucksvoll klingt. Die Matineen beginnen jeweils sonntags um 10.44 Uhr – und der Eintritt ist stets frei.
„Moonlight & Roses“ setzt romantische Akzente in der St.-Petri-Kirche
Zum Auftakt erwartet das Publikum ein farbenreiches Programm: Benjamin Guélat spielt Werke von Charles-Marie Widor, Edwin Lemare, Vincenzo Petrali, Johann Strauß und weiteren Komponisten. Das Titelthema „Moonlight & Roses“ setzt romantische Akzente in der Klangwelt der St.-Petri-Kirche.
Liturgie, Wort und Musik werden zu einer klanglichen Einheit
Einen idealen Klangraum für dieses Programm bietet die Woehl-Orgel der St.-Petri-Kirche. Das 1993 vom Marburger Orgelbauer Gerald Woehl fertiggestellte Instrument gilt als klassisch-symphonische Orgel und eignet sich in besonderer Weise für die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit ihrer zentralen Aufstellung im Chorraum greift sie die ursprüngliche architektonische Konzeption der Kirche auf und verbindet Liturgie, Wort und Musik zu einer klanglichen Einheit.
Differenzierte Zungenregister und farbenreiche Labialstimmen
Die reiche Ausstattung mit differenzierten Zungenregistern und farbenreichen Labialstimmen ermöglicht eine außergewöhnlich große Klangpalette – von kraftvollem Fortissimo bis zu feinsten Pianissimo-Nuancen. Zugleich bildet die Woehl-Orgel einen spannenden Kontrast zu den historischen Orgeln der Nordseeküste. Orgelbauer Gerald Woehl bezeichnete das Instrument als eines der außergewöhnlichsten Orgelprojekte Niedersachsens zu Beginn der 1990er Jahre, da es Elemente des romantisch-französischen und romantisch-deutschen Orgelbaus miteinander verbindet.
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Benjamin Guélat, geboren 1978 im jurassischen Bure, ist seit 2017 Domorganist in Solothurn. Dort verantwortet er die Orgelmusik an der St.-Ursen-Kathedrale sowie in der Jesuitenkirche. Zuvor war er Organist an der Kirche Maria Krönung in Zürich-Witikon und an der Kirche Saint-Marcel in Delémont.
Seine musikalische Laufbahn begann mit Orgelunterricht bei Benoît Berberat in Porrentruy. Nach einem abgeschlossenen Mathematikstudium an der ETH Zürich widmete er sich ganz der Musik und studierte Orgel an der Musik-Akademie Basel bei Guy Bovet, Rudolf Lutz und Martin Sander. Dort erwarb er Lehr-, Konzert- und Solistendiplome sowie den Master in historischer Improvisation. Für das beste Orgeldiplom wurde ihm zweimal der Hans-Balmer-Preis verliehen.
Als international gefragter Konzertorganist pflegt Benjamin Guélat das klassische Orgelrepertoire aller Epochen und Stilrichtungen. Besondere Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind die Stilimprovisation sowie die musikalische Begleitung von Stummfilmen.


