Ein Gottesdienst zum Ankommen, Erzählen und Auftanken: Dazu laden Diakonin Corinna Buchhorn und Jörg Flehnert, Geschäftsführer der Kulturinitiative Kulturyard, am Sonntag, 28. Juni 2026, um 11 Uhr in die Gnadenkirche in Cuxhaven ein. Im Mittelpunkt steht die nahende Ferienzeit und die Frage, was die „schönste Zeit des Jahres“ für unterschiedliche Menschen bedeutet.
Die Gnadenkirche an der Pommernstraße 81 soll zu einem Treffpunkt für die Menschen aus dem Viertel werden – ein Raum für Begegnungen und ein Ort, an dem in geschützter Atmosphäre neue Kraft geschöpft werden kann. Das Gotteshaus wurde im November vergangenen Jahres in das Kulturkirchen-Förderprogramm der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers aufgenommen.
Neue Gottesdienstformen und gesellschaftliche Themen
Das von Kulturyard in enger Abstimmung mit der Gnadenkirche kuratierte Programm verbindet Kunst und Kultur, geistliche Angebote und Gemeinwesenarbeit. Neben Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen gehören auch Integrationsprojekte, offene Jugendangebote, neue Gottesdienstformen und gesellschaftliche Themen zum Profil der Kulturkirche. Ziel ist es, die Gnadenkirche als Begegnungsraum und geistlichen Ort zu stärken, der Nachbarschaft, Glauben und Lebenswirklichkeit miteinander verbindet.
Ankommen und Verweilen an den Stehtischen
Bereits vor Beginn des Gottesdienstes laden Stehtische mit kleinen Snacks und Getränken zum Ankommen und Verweilen ein. Musik schafft einen stimmungsvollen Rahmen und bietet Gelegenheit zum Zuhören. „Die Atmosphäre soll ungezwungen sein und Möglichkeiten zum Gespräch eröffnen“, erklärt Corinna Buchhorn das Konzept, das sie gemeinsam mit Jörg Flehnert entwickelt hat. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von Stefan Kirchhoff und Birgit Behrends. Der Gottesdienst steht unter dem Titel „Ferienmodus: Freude – Frust?“. Er versteht sich als „der etwas andere Gottesdienst für schöne und schwere Ferientage“.
Christlich geprägt, doch in moderner Form gestaltet
Liturgie und Predigt werden christlich geprägt sein, zugleich aber in einer zeitgemäßen Form gestaltet. Im Laufe des Gottesdienstes werden drei bis vier Menschen aus dem Viertel spontan davon erzählen, was die Sommerferien für sie persönlich bedeuten. „Sie sollen mit ihrer eigenen Situation und ihren Lebenserfahrungen zu Wort kommen“, sagt Buchhorn.
Die Sorgen einer Alleinstehenden vor den Ferien
Da ist etwa die alleinstehende Frau, die den Sommerferien mit Sorge entgegensieht, weil das Geld knapp ist und sie mit ihren Kindern auf engem Raum lebt. Da ist der Mann, der ohne feste Alltagsstruktur allein durch die langen Sommertage kommen muss. „Sommer, Sonne, Sonnenschein bedeuten nicht für alle Menschen dasselbe“, weiß Corinna Buchhorn.
Gelegenheit zum Gespräch nach dem Gottesdienst
Mit Gebet und Segen endet der Gottesdienst, die Begegnung jedoch nicht. Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, anschließend noch zu bleiben, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu erleben. Denn die Gnadenkirche möchte als Kulturkirche mehr sein als ein Veranstaltungsort – sie versteht sich als ein Zuhause für die Menschen im Viertel.
Andreas Schoener, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln


